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Immanenz

In Opposition zur Transzendenz - einer metaphysischen Realität jenseits des Irdischen - beschreibt die Immanenz den Kern der Dinge, Wesenheiten, Klänge, Zeiten.

Ich habe zuerst musikalische Modelle und Motive komponiert und diese dann einzeln mit acht Instrumentalisten der Hamburger Symphoniker aufgenommen. Diese Musik und Einzelklänge dienten mit als ausschließlicher Grundstoff für die Gestaltung der elektronischen Musik, zu der die Musiker live spielen.

Die Aufnahmen wurden seziert, spektralisiert, resynthetisiert, quantisiert, transponiert, repetiert, horizontalisiert, malträtiert und miteinander moduliert, in verschiedenen Graden der Wiedererkennbarkeit bzw. Unkenntlichkeit. So habe ich nichts hinzugefügt, eher herausgeschält aber auch verzerrt, was in den Tönen der Instrumente ohnehin enthalten war.

Immanenz enthält als Vorecho auch einige Motive aus meiner Orchesterkomposition Doktrin der Ruhe, die im Oktober in Hamburg zur Uraufführung kommen wird.

Dieses Stück ist als Raumkomposition konzipert und kann in öffentlichen Räumen wie z.B. Museen oder Foyers aufgeführt werden. Wird das Stück im Konzertsaal aufgeführt, werden die Musiker und Lautsprecher um das Publikum herum positioniert, die Bühne bleibt leer.