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Midrasc

Wurde das Universum im Herbst oder aber im Frühjahr geschaffen, diskutieren die Rabbis und ihre jeweiligen Anhänger im Talmud. Stephen Hawking meint darauf eine Antwort zu wissen, wenn er schreibt, die Zeit sei am Anfang eine vierte Dimension des Raumes gewesen.

Wie beschreibt die chinesische Mythologie oder die Maya-Kultur die Erschaffung der Welt? Straft uns Gott oder sind es die Naturgewalten, die Fluten und andere Katastrophen über die Menschen bringen? Auf all diese und andere Fragen geben wir in Midrasc natürlich keine Antworten. Wir stellen auf poetisch-dramatische Weise verschiedene Weltanschauungen und Diskurse gegenüber, gesprochenes und gesungenes Wort wechseln sich ab und kommen zusammen, die Instrumentalisten spielen akustisch und elektronisch verfremdet, große und kleine Klänge aus fremderen Dimensionen tragen das Ganze, am Ende der Abends ist man nicht schlauer als zuvor, aber sicherlich reicher.

Komposition für 2 Sprecher, Sopranstimme, Oboe/Englischhorn, Cello, Live-Elektronik
Mit Texten aus dem Alten Testament, dem Talmud, der Mayakultur (Popol Vuh), der chinesichen Mythologie und Stephen Hawking


Uraufführung am 14. Februar 2013 im Kammermusiksaal der Laeiszhalle Hamburg mit Andrea Bürgin und David Bennent als Schauspieler, Katja Stuber: Gesang, Arne-Christian Pelz: Cello, Christian Specht: Oboe/Englischhorn,
Simon Stockhausen: Live-Elektronik/Mischung, Albrecht Leu: Licht/Ton